ZWEI TAGE IM WINTER (2015)

zwei-tage

Ausstellung im Riga Ghetto- und Lettisches Holocaustmuseum

Am 1. Juli 1941 nahmen deutsche Truppe Riga ein. Neben den Übergriffen von lettischen Nationalisten, bei denen mehr als 6000 Juden starben, richteten die deutschen Besatzer schon am 21. Juli 1941 in Riga ein Ghetto ein, in das ca. 30.0000 lettische Juden eingesperrt wurden.
Am 27. November 1941 fuhr ein Zug mit 1053 Berliner Juden ab, die sofort nach ihrer Ankunft am 30. November im Wald von Rumbula von der Einsatzgruppe A unter Polizeimajor und SS-Brigadeführer Walter Stahlecker erschossen wurden. Am gleichen Tag begann die Räumung des Ghettos, um Platz für nachrückende Juden aus dem Reich zu schaffen. Annähernd 4.500 meist junge Männer wurden als Arbeitssklaven missbraucht, die übrigen 25.500 Ghettoinsassen wurden am 30. November und 8. Dezember 1941 unter dem Kommando von SS-Obergruppenführer Friedrich Jeckeln im Wald von Rumbula erschossen. Dieses unfassbare Verbrechen thematisiert diese Ausstellung, die unter dem Titel „Zwei Tage im Winter“ für das Rigaer Ghetto- und lettische Holocaustmuseum in Riga konzipiert wurde.